Seeböck (Seeboeck), Wilhelm Josef Karl (William Charles Ernest)

* 21.8.1859 Wien, † 1.6.1907 Chicago, Illinois/USA

Pianist, Musiklehrer, Komponist

Sohn des Buchhalters bzw. Spediteurs Wilhelm S. (* 7.6.1835 Innsbruck, † 21.3.1877 Wien) und dessen Frau Amalia Bauer (* 5.7.1839 Wien, † nach 1877 [Ort?]), die 1852–54 bei M. A. Fröhlich Gesang am Konservatorium der GdM studiert hatte (neben K. Kainerstorfer) und S. den ersten Musikunterricht erteilte. Danach war er Klavierschüler von H. Grädener, möglicherweise an der Horak-Msch., J. Epstein und Leo? Grill. Sein Musiktheorielehrer war G. Nottebohm, 1875 wurde er Schüler von J. Brahms. Nach dem Besuch des Theresianums (Wien IV) und dem Tod des Vaters ging S. 1877 für ca. eineinhalb Jahre nach St. Petersburg/RUS; Auftritte als Konzertpianist und angeblich Schüler von A. Rubinstein. Danach emigrierte er von Wien nach Amerika und ließ sich in Chicago nieder, wo er in weiterer Folge als Pianist im Apollo Club sowie als Konzertpianist, Komponist und Musiklehrer am Chicago Musical College (ca. 1883 für Freie Komposition) wirkte. 1896 heiratete S., der sich in den USA William Charles Ernest Seeboeck nannte, in Chicago. Sein Minuet al’ Antico erschien noch hundert Jahre nach seinem Tod auf amerikanischen Konzertprogrammen für Orgel.

Werke

Oper Mercedes (UA Chicago 1882), Operette The Missing Link (UA Chicago 1884), Orchesterwerke, 32 Konzerte, Kammermusik (Humoresque f. V. u. Kl. [s. Abb.], Klaviermusik (Minuet al’ Antico, By the Frog Pond, Moonlight on the Water, The Dancing Lesson, Broken Dollie, Going to Dreamland), Orgelstücke, Kirchenmusik, über 160 Lieder, Liedersammlung f. Kinder (Children’s Nature Songs).

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

21.2.2020

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Seeböck (Seeboeck), Wilhelm Josef Karl (William Charles Ernest)“ (21.2.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000fd1fa (abgerufen am )

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