Ihr Vater Friedrich K. († 1848), k. k. Kanzlist, stammte aus Oberösterreich, eine mögliche Verwandtschaft mit J. M. Keinersdorfer konnte bislang weder bewiesen noch widerlegt werden. 1851–53 studierte sie Gesang bei M. A. Fröhlich am Konservatorium der GdM, am 9.8.1854 Debüt am Brünner Stadttheater (in einer deutschen Fassung von François-Adrien Boieldieus La dame blanche). Danach sang K. an den Theatern von Krakau (1854/55), Linz (1855 als Gast) und Salzburg (1855/56). Anschließend übersiedelte sie nach Linz, wo sie als Konzert- und Kirchensängerin in Erscheinung trat (öfters gemeinsam mit A. Bruckner) und eine private MSch. führte. Spätestens ab 1863 trat sie auch als Komponistin in Erscheinung, wobei die Frage ihrer diesbezüglichen Ausbildung ungeklärt ist. Ihre Kirchenmusik gelangte auch in Wiener Kirchen zur Aufführung.
Ehrungen
- Goldenes Verdienstkreuz 1890
Werke
Kleinere Kirchenmusik (Tantum ergo, Einlagestücke, Marien- und Weihnachtslieder).
Literatur
- Marx/Haas 2001
- Neuigkeiten 9.8.1854, 4
- Österr. Bürger-Bl. 12.8.1855, 560
- Linzer Abendbote 16.8.1855, 165, 18.8.1855, 173
- Neue Salzburger Ztg. 2.10.1855, 3
- Linzer Volksbl. 11.3.1890, 2
- Taufbuch 1825–54 der Pfarre Hall, fol. 170
- Sterbebuch 1830–72 der Pfarre Hall, pag. 205
- eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
20.11.2018Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Kainerstorfer (Pseud. Willfried), Klotilde Karolina Friederika“ (20.11.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003a106f (abgerufen am )
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