Julius: * 7.8.1832 Agram (Zagreb), † 2.3.1926 Wien. Pianist. Nach einer ersten musikalischen Ausbildung durch den Regens chori des Agramer Domes kam E. 1850 nach Wien, wo er Schüler von A. Halm und J. Rufinatscha wurde. 1867–1901 war E. Leiter der Klavierklasse des Konservatoriums der GdM (bis zur Errichtung der Meisterschule unter E. Sauer) und wirkte als Konzertpianist. E. galt als wesentlicher Vertreter der Wiener Klaviertechnik, die ein stilistisch reines Spiel ohne Verfälschungen und hervorragende Technik verband. Zu seinen zahlreichen Schülern zählen G. Mahler, I. Brüll und J. Schalk. Seine Frau Amalie (geb. Mauthner, gesch. Rawak, * um 1832 Pest, † 15.12.1915 Wien), mit der er seit 18.6.1865 verheiratet war, war ebenfalls Pianistin und Schülerin von A. Halm. Beide zählten zum Freundeskreis von J. Brahms.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Wiener Tonkünstler-Vereines
- Widmungsträger von J. Rufinatschas Sonate op. 18, d-Moll (s. Tbsp.)
Deren Sohn
Richard: * 26.1.1869 Wien, † 1.8.1919 New York/USA. Pianist. Er wurde durch den Vater und R. Fuchs ausgebildet und erweiterte seine Kenntnisse bei G. Mahler. Nachdem er seine Karriere als Pianist und Lehrer in Berlin und Dresden/D begonnen hatte, war er 1904–14 in London tätig, dann in New York; R. E. war besonders als Kammermusiker und Begleiter erfolgreich.
Literatur
- MGG 3 (1954) u. 16 (1979)
- H. Schuster, J. E. 1902
- ÖBL 1 (1957)
- Czeike 2 (1993)
- Wr. Tonkünstler-Verein. 28. Jahresbericht, 1911–1912
- Neues Wr. Journal 3.3.1926, 4
- NFP 16.12.1915, 11, 4.3.1926, 15
- WSTLA (TBP 1915)
- www.genteam.at (9/2021)
Abbildungen
Hörbeispiele
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
9.9.2021Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Epstein, Familie“ (9.9.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fdef (abgerufen am )
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