Brüll, Ignaz

* 7.11.1846 Proßnitz/Mähren (Prostějov/CZ), † 17.9.1907 Wien

Komponist und Pianist

Schüler von J. Epstein (Klavier, 1856–62), J. Rufinatscha (Komposition) und O. Dessoff (Instrumentation), unternahm ab Mitte der 1860er Jahre ausgedehnte Konzertreisen (u. a. Deutschland, England); langjährige Freundschaft mit K. Goldmark. Ab 1872 (mit einer Unterbrechung ab 1878) Lehrer an der Horak-MSch., später (ab 1882?) bis zu seinem Tod Direktionsmitglied und Examinator an der Ausbildungsschule, widmete sich in seinen späteren Lebensjahren ausschließlich der Komposition. B. zählt zum Freundeskreis um J. Brahms, der ihn als Pianist sehr schätzte. Seine Kompositionen erfreuten sich zu Lebzeiten großer Beliebtheit, gerieten aber wegen ihres zeitgebundenen Stils nach seinem Tod bald in Vergessenheit.

Gedenkstätten

  • Gedenktafel Heumühlgasse 4 (Wien IV)

Werke

11 Opern (Der Bettler von Samarkand, Das goldene Kreuz, Gringoire); 1 Symphonie; 3 Orchesterserenaden; Konzerte; Kammer- u. Klaviermusik; Lieder.

Literatur

Abbildungen

Autor:innen

  • Elisabeth Th. Hilscher
  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

14.11.2024

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Brüll, Ignaz“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f971 (abgerufen am )

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