Ausbildung am Leipziger Konservatorium (u. a. bei I. Moscheles, Moritz Hauptmann, Dirigieren bei Julius Rietz), 1854–60 Theaterkapellmeister in verschiedenen deutschen Städten. 1860–75 war D. Dirigent der Hofoper in Wien und der Wiener Philharmoniker, deren Weltruf er begründete und die er auch nach 1875 noch dirigierte, 1861–75 auch Prof. für Komposition am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde (Schüler u. a. G. Adler, I. Brüll, R. Fuchs, W. Gericke, H. Grädener, R. Heuberger, F. Mottl, A. Nikisch, E. Schuch). 1875–80 wirkte er als Hofkapellmeister in Karlsruhe/D und ging dann als 1. Kapellmeister ans Stadttheater in Frankfurt am Main. D., einer der bedeutendsten Orchesterleiter seiner Zeit, war u. a. mit J. Brahms befreundet, von dem er einige Werke uraufführte und den er als Dirigent beeinflusste. Seine in Wien geborene Tochter Margarete (1874–1944) war Chorleiterin in Deutschland, seit 1923 in New York/USA.
Werke
Kammermusik; Chöre und Lieder.
Literatur
- Czeike 2 (1993)
- MGG 15 (1973)
- MGÖ 3 (1995)
- ÖBL 1 (1957)
- Riemann 1959
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Dessoff, Felix Otto“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb97 (abgerufen am )
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