Erhielt ersten Klavierunterricht von Zadrakha und Horzelsky, studierte 1804–08 bei Friedrich Dionys Weber am Prager Konservatorium. 1808–20 in Wien, nahm er weiteren Unterricht bei J. A. Streicher, J. G. Albrechtsberger und A. Salieri. M. stand u. a. mit M. Clementi, L. Spohr und L. v. Beethoven in Verbindung, von dessen Oper Fidelio fertigte er 1814 den ersten Klavierauszug an. 1820–25 v. a. auf Reisen (Paris, London, Deutschland, Belgien, Prag), lernte er 1824 in Berlin Felix Mendelssohn Bartholdy kennen, mit dem ihn eine lebenslängliche Freundschaft verband. 1825–46 wirkte M. erfolgreich in London als Prof. an der Royal Philharmonic Society, Konzertpianist und Veranstalter von Kammermusik- bzw. Klaviermusikkonzerten. 1846 übersiedelte er nach Leipzig, um die Leitung der Klavierabteilung am Konservatorium zu übernehmen.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Musikvereines für Steiermark 1820
Werke
Symphonie, 8 Klavierkonzerte, Kammermusik (s. Abb. u. Tbsp.), Klaviersonaten, Lieder; Studien- und Lehrwerke; Bearb. zahlreicher Werke von Beethoven, W. A. Mozart, J. Haydn, M. Clementi u. a.
Schriften
- The Life of Beethoven by A. Schindler 1841 (übersetzt u. mit Erg.en v. M.)
Literatur
- NGroveD 16 (2001)
- ÖBL 6 (1975)
- MGG 9 (1961)
- NDB 18 (1997)
- Riemann 1961 u. 1975
- Mendel-R. 7 (1877)
- ADB 22 (1885)
- Wurzbach 18 (1868)
- MGÖ 2 (1995)
- Schul- und Konzertbericht des Steiermärkischen Musikvereines in Graz für das Schuljahr 1913–1914, 1914
Abbildungen
Hörbeispiele
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
6.6.2023Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Moscheles, Ignaz (Isaak, eig. Isack)“ (6.6.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da12 (abgerufen am )
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