Ausbildung in Rom und England; 1775 erstes öffentliches Auftreten in London. Seine erste Konzertreise führte ihn 1780 an den Hof von Königin Marie Antoinette in Paris; am 20.12.1781 fand das berühmte Wettspiel mit W. A. Mozart vor Kaiser Joseph II. statt. 1799 trat C. in den Musikverlag Longmann & Brown ein. Als Musikverleger reiste er 1802 nach Wien zu J. Haydn, 1807 zu L. v. Beethoven, um wegen der Drucklegung der Rasumowsky-Quartette zu verhandeln, ebenso 1809 (Bekanntschaft mit I. Moscheles). C. hat als Pianist bei seinen Tourneen in Österreich Aufsehen erregt und zahlreiche Musiker beeinflusst, als Musikverleger verhalf er u. a. den Werken Beethovens zum internationalen Durchbruch.
Werke
vorwiegend Klavierwerke (44 gezählte opera und 36 Werke ohne opus-Zahl): Sonaten, Konzerte, Fantasien etc. (Abb. Trois Fugues).
Literatur
- MGG 2 (1952)
- NGroveD 6 (2001)
- A. Stauch, M. C.s Klavier-Sonaten, Diss. Köln 1931
- L. Plantinga, C. 1977
- S. McVeigh, Concert Life in London from Mozart to Haydn 1993
Abbildungen
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Clementi, Muzio (Mutius Philippus Vincentius Franciscus Xaverius)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cafc (abgerufen am )
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