Bonometti (Buonometti), Giovanni Battista

* Ende des 16. Jh.s Bergamo/Republik Venedig (I), † 1627/28? Wien

Sänger (Tenor)

Verheiratet mit Diamante Ferrabosco, der Tochter des Grazer Hofkapellmeisters M. Ferrabosco; wurde 1608 Tenorist am Mailänder Dom, seit 1613 in der Grazer Hofkapelle, ging 1619 nach der Kaiserwahl Ferdinands (II.) mit der Hofkapelle nach Wien. Gab 1615 in Venedig anlässlich der 20. Wiederkehr des Regierungsantrittes Ferdinands den Parnassus Musicus Ferdinandaeus heraus (s. Abb.), ein Sammelwerk mit 57 Motetten (1–5-stimmig, mit B. c.) von 32 lebenden Komponisten, teils aus der erzherzoglichen Hofkapelle, teils aus ganz Italien (darunter Bartolomeo Barbarino, R. Ballestra, A. Bontempo, Giovanni Cavaggio, Giovanni Ghizzolo, Claudio Monteverdi, B. Mutis, H. Pfendner, G. Poss, G. Priuli, M. Rizzi, G. Sansoni, A. Tadei, F. Turini, G. Valentini). Als Wegbereiter des Frühbarock (Barock) lassen Geringstimmigkeit und obligater Generalbass in den Werken dieser Sammlung darauf schließen, dass ihr die Cento concerti ecclesiastici (1602) von Lodovico Grossi da Viadana als Vorbild dienten.

Werke

(Hg.) Parnassus Musicus Ferdinandaeus 1615.

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Bonometti (Buonometti), Giovanni Battista“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f904 (abgerufen am )

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