1594 in Mergentheim/D als Trompeter in den Diensten des Erzhzg.s Maximilian belegt. Dieser ermöglichte P. einen dreijährigen Studienaufenthalt in Venedig/I. 1597–1618 war er am Grazer Hof des Erzhzg.s Ferdinand von Innerösterreich 1. Hoftrompeter, Kornettist, Hofkomponist und Musiklehrer (Schüler: G. G. Patart). Danach wurde er Kapellmeister am Hof Erzhzg. Karls, des Bischofs von Breslau (Wrocław/PL) und Brixen (Bressanone/I), in Neisse/Oberschlesien (Nysa/PL); 1622 folgte ihm St. Bernardi. Noch 1629 und 1633 wurde P. in den Akten des Wiener HKA.s als ehemaliger Kapellmeister erwähnt. Sein Stiefsohn Paul Rausch (?–1641) war Instrumentalist an der Grazer und Wiener HMK.
Werke
Messen (s. Abb., nach L 12 von B. Lechler); Motetten Orpheus mixtus 1607 (3 Motetten hg. v. A. Scharnagl in MAM 15 [1962]); Magnificat.
Literatur
- Federhofer 1967
- NGroveD 20 (2001)
- MGG 10 (1962)
- Riemann 1975
- StMl 1962–66
- MGÖ 1 (1995)
- H. J. Busch, G. P. 1972
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Poss (Poß), Georg“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd9a (abgerufen am )
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