Studierte 1607–15 am kaiserlichen Kolleg adeliger Österreicher in Wien, 1616/17 Leiter der Schule und Stiftsmusik in Admont, 1617–27 Stiftsmusiker in Kremsmünster, dann hier eingetreten (Primiz 1629), 1628–51 Regens chori und schließlich auch in anderen Funktionen des Stifts tätig. War 1632/33 gemeinsam mit einem Mitbruder auf einer Bildungsreise in Italien, von wo er die damals neueste Musik mitbrachte (u. a. vermutlich L 64 und L 76). In der Folge schrieb er eine Reihe bedeutsamer Sammelhandschriften in damals noch seltener Partiturform (s. Abb., sign. L 10 [1633], L 13 [1633–39], L 14 [1644–49], L 61 [1649], L 12 [nach 1649]) mit zeitgenössischen Werken, darunter mindestens 29 eigene Kompositionen.
Werke
Kirchenmusik (u. a. Missa Abusiaca [s. Tbsp.], NA v. W. Fürlinger 1992).
Literatur
- Kellner 1956
- A. Kellner in Jahresberichte des Gymnasiums Kremsmünster 1933–36 [= Teildruck der Diss. Wien 1931]
- A. Kellner, Profeßbuch; NGroveD 14 (2001)
Abbildungen
Hörbeispiele
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Lechler, P. Benedikt OSB (Johannes)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d71d (abgerufen am )
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