Trat 1797 in das Augustiner Chorherrenstift Neustift ein (1801 Profess, 1802 Priesterweihe) und war dort zunächst Seelsorger, 1807 (vor der vorübergehenden Auflösung des Stiftes) Regens chori; anschließend Kooperator in Olang (Valdaora/I). 1808/09 war er als Musikpräfekt im Internat „Cassianeum“ in Brixen tätig, 1809/10 Kaplan in Uttenheim (Villa Ottone/I; 1809 kurz in französischer Gefangenschaft), 1811–16 Musiklehrer am Innsbrucker Gymnasium. Danach kehrte L. nach Neustift zurück, um sein Wirken als Chorregent wieder aufzunehmen. Ferner war er Organist und Lehrer an dem von ihm geleiteten Singknabeninstitut.
Werke
W (Mss.): Kirchenmusik (lat. u. dt. Messen [siehe Tbsp.], 5 Requien, 2 Te Deum, Offertorien u. Gradualien, Stabat Mater, Kirchengesänge); Fastenoratorien, Festkantaten, Oper Die Wilden; Partita f. Orch.; Fg.-Konzerte; Stücke f. Org.; Musik zum Schauspiel Das große Opfer auf Golgotha 1812.
Schriften
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- H. Herrmann-Schneider in J. Lanz et al. (Red.), [Kgr.-Ber.] Säkularisation 1803 in Tirol. Brixener Initiative Musik u. Kirche. Sechzehntes Symposion 2003 , 2005
- ÖBL 5 (1972)
- Wurzbach 14 (1865)
- W. Senn in Stifte u. Klöster. Entwicklung u. Bedeutung im Kulturleben Südtirols,hg. v. Südtiroler Kulturinstitut 1962
Hörbeispiele
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
1.7.2009Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Lechleitner, Wilhelm CanReg (Johann Nepomuk)“ (1.7.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d71c (abgerufen am )
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