Ab 1878 in den Niederlanden, studierte an der Univ. Delft Ingenieurwissenschaften und war 1882–84 Dirigent des Delfter Orchestervereins Euterpe sowie 1884/85 des Chor- und Orchestervereins St. Caecilia in Semarang/RI. 1885–87 betrieb er musikalischen Studien am Konservatorium der GdM, 1887 war er Theaterkapellmeister in Pilsen, 1888 1. Opernkapellmeister in Groningen/NL. Ab 1889 lebte T. als Komponist und Pianist dauernd in Wien, 1902 gründete er den Wiener A cappella-Chor. 1905–22 Leiter der Chorgesang- und Chordirigentenschule am Konservatorium der GdM bzw. MAkad. (Schüler u. a. A. Gatscha, J. Leschetizky, Hub. Richter). 1892 Mitarbeiter der Internationalen Ausstellung für Musik und Theaterwesen.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1906 (oder 1907)
Werke
2 Opern (Aphrodite, Der zerbrochene Krug [beide unaufgeführt]), Orchestermusik, Kammermusik, Klavierwerke, Lieder, Chöre; Bearb. v. zahlreichen Fremdkompositionen für Chor.
Schriften
- Die Instrumentation der Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner1899/21907
- Wr. Chorschule, 3 Teile 1907–16
Literatur
- Riemann 1929
- E. Mann et al. (Hg.), Deutschlands, Österreich-Ungarns u. der Schweiz Musiker in Wort u. Bild 1 (1909/10)
- Eisenberg 1893
- C. M. Gruber, Opern-Uraufführungen 3 (1978)
- F-A 1936
- F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Thomas, Eugen“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0010f0b8 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

