War bis 1931 Buchhändler in Dortmund/D, dann Theaterkritiker. 1929–39 Hilfsregisseur in Gießen/D, wo er auch Philologie studierte, 1935–40 Chefdramaturg und Regisseur in Bochum. Er war 1940–43 Generalkulturreferent im Amt des Reichsstatthalters von Wien, Baldur von Schirach (Nationalsozialismus), 1941 in Vertretung des erkrankten H. K. Strohm Direktor der Wiener Staatsoper. Er gab u. a. das Programmheft zur Woche zeitgenössischer Musik 1942 heraus. 1943/44 stellvertretender Direktor des Theaters in der Josefstadt und des Deutschen Theaters Berlin. 1946/47 Generalsekretär der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft. Danach war er Chefdramaturg bzw. Regisseur in Bochum (1948–50), Detmold/D (1950/51), Bremen/D (1951–54) und Oldenburg/D (1954–60).
Werke
Romane, Theaterstücke, Essays; [Pseud. W. Th. Andermann], Bis der Vorhang fiel. Berichtet nach Aufzeichnungen aus den Jahren 1940–45, 1947; (Hg.), [Fs.] W. A. Mozart 1941 (= Sonder-Nr. der Zs. Die Pause); Richard Strauss u. seine Zeitgenossen 1964.
Literatur
- Kosch 4 (1998)
- MGÖ 3 (1995)
- W. Gödden/I. Nölle-Hornkamp (Hg.), Westfälisches Autorenlex. 1750–1950, 4 (2002)
- F. K. Prieberg, Musik im NS-Staat 1982
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Thomas, Walter“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e488 (abgerufen am )
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