Richter, Hubert Franz

* 4.10.1883 Biedermannsdorf/NÖ, † 17.7.1953 Newport Beach (Los Angeles)/USA

Pianist, Dirigent, Komponist

Sohn von Hubert d. Ä. (* 9.3.1860 Engelsberg/Österreichisch-Schlesien [Andělská Hora/CZ], † nach 1902 [Ort?]), der als Lehrer (1883–90 in Biedermannsdorf, davor in Guntramsdorf/NÖ, danach in Mödling), Pianist, Violinist und Chorleiter tätig war. Hubert d. J. erhielt ersten Musikunterricht von seinem Vater und Franz Mayer in Mödling; danach war er als Sängerknabe im Stift Heiligenkreuz, wo er Klavier- und Orgelschüler von H. Fink war. 1905–10 Studium bei Anton Klatowsky, 1911–14 (Chordirigentenschule bei E. Thomas) und 1919–24 (Klavier bei J. Hofmann) an der Wiener MAkad. Der bei den Bundesbahnen tätige R. war mehrmals Chormeister des MGV.s Mödling (u.a. 1926–38, Männerchor), nach 1944–50 auch Regens chori an der dortigen Pfarrkirche. Als erfolgreicher Pianist trat er regelmäßig bei Kammermusikabenden in Erscheinung. Im Herbst 1953 sollte er einen Lehrauftrag für Klavier an der MHsch. in Los Angeles antreten.

Sein Bruder Josef Franz (* 18.4.1887 Biedermannsdorf, † 27.9.1969 Mödling?) war Privat- und Musiklehrer an der Hyrtl’schen Waisenanstalt in Mödling.

Ehrungen

  • Ehrenchormeister des MGV.s Mödling 1937
  • Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich 1938

Werke

Messen (Missa Salve Regina Pacis), kleinere Kirchenmusik (De profundis), Oratorium, Chöre, Lieder.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

25.9.2023

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Richter, Hubert Franz“ (25.9.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00075e9e (abgerufen am )

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