Ursprünglich Kellner, schloss er sich 1852 einer kleinen Wandertruppe an (Auftritte in Nieder- und Oberösterreich) und wurde danach Mitglied der Volkssängergesellschaft von J. Kwapil. Auftritte auf kleineren Bühnen der Monarchie sowie bei Wandertruppen (gemeinsam mit Ludwig Anzengruber); 1855/56 Mitglied der Volkssängergesellschaft von J. B. Moser. 1858 wechselte er zu J. Fürsts Volkssängergesellschaft, große Erfolge als „Fürst und M.“. Bis 1862 Auftritte in Fürsts Singspielhalle im Prater, danach Engagement als Komiker am Carltheater, wo er bis 1879 blieb. M. zählte zu den beliebtesten Schauspielern in Volksstücken, Possen und Operetten. Vater von J. Kramer-Glöckner.
Gedenkstätten
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)
- Matrasgasse (Wien XIII)
Literatur
- Czeike 4 (1995)
- ÖBL 6 (1975)
- J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter u. neuer Zeit 1931. – Teilnachlass WStLB
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2023Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Matras, Josef“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8f4 (abgerufen am )
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