Aufgewachsen in einem Findelhaus, trat er 16-jährig bereits als Volkssänger in Wien auf und gründete dort 1856 eine eigene Volkssängertruppe, die ihm zu Wohlstand verhalf. Am 18.4.1862 eröffnete er das von ihm gekaufte Schreyersche Affentheater im Wiener Prater als Singspielhalle, seit 1865 Fürsttheater genannt. F. schrieb zahlreiche Volksstücke; 1859 sein erstes, Ein Wiener Volkssänger, für das Theater an der Wien, später besonders für sein Theater, in dem er mit J. Matras das klassische Wiener Volkssängertum pflegte. 1865/66 und 1871–77 war F. – weniger erfolgreich – auch Direktor des Theaters in der Josefstadt.
Gedenkstätten
- Grab ehrenhalber Wr. Zentralfriedhof
Werke
Volksstücke (Ein Wiener Volkssänger; Eine alte Bekanntschaft; Die schöne Helena; Student und Wäschermädel, M: K. Kleiber); Duette (Die Fidelen); Couplets (Der blaue Montag; Na, nur ka Wasser nöt); Lieder.
Literatur
- O. Wladika, Von J. F. zu Josef Jarno, Diss. Wien 1961
- Czeike 2 (1993)
- ÖBL 1 (1957)
- J. Koller, Das Wiener Volkssängertum 1931
- Kosch 1 (1953)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
20.4.2023Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Fürst, Johann“ (20.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ce4c (abgerufen am )
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