Lichtfuss, Martin

* 3.5.1959 Innsbruck

Komponist und Kapellmeister

Studierte ab 1965 Klavier und 1977–80 Dirigieren (bei E. Seipenbusch) am Innsbrucker Konservatorium. 1980–87 studierte er an der Wiener MHsch. Dirigieren (bei O. Suitner), Chorleitung (bei G. Theuring) und Komposition (bei H. Gattermeyer) sowie Germanistik und Anglistik an den Univ.en Innsbruck und Wien (Dr. 1987). War 1985–89 Kapellmeister, Chordirektor und Korrepetitor am Tiroler Landestheater; unterrichtete daneben am Innsbrucker Konservatorium (1988/89). War 1. Kapellmeister in Würzburg/D (1989–93) und Braunschweig/D (seit 1993) sowie Assistent bei G. Kuhn in Brüssel. Seit 1995 leitet er am Tiroler Landeskonservatorium die Abteilung für Musiktheorie sowie eine Klasse für Komposition. Gab auch Konzerte als Pianist (Kammermusik) und Dirigent. Als Komponist strebt L. nach einer freitonalen, rhythmischen und emotionalen Sprache.

Ehrungen

  • Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1983
  • Stipendium des Europäischen Forums Alpbach/T 1984
  • Würdigungspreis des Ministeriums 1984
  • Förderungspreis der Stadt Wien 1985
  • 1. Preis der Landeshauptstadt Innsbruck 1986
  • Österr. Staatsstipendium 1988
  • Theodor Guschlbauer-Stipendium der Goethe-Stiftung Basel/CH 1989

Werke

Schauspielmusiken (Peer Gynt [T: Henrik Ibsen] 1985, Kabale und Liebe [T: Friedrich Schiller] 1985); Kafka-Fragmente (T: Franz Kafka) 1983/84; Kammermusik (Streichquartett An Eurydike 1981, Drei Aspekte 1982 und Rotationen f. Blechbläserquintett 1992); Orchesterwerke (Konzert f. Orch. 1992/93); Lieder (T: H. C. Artmann, 1994).

Schriften

Literatur

  • MaÖ 1997 [mit WV]
  • Goertz 1994 [mit WV]
  • MGÖ 3 (1995)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Lichtfuss, Martin“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d783 (abgerufen am )

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