Studierte ab 1798 Medizin (Dr. med. 1808) und Musik in Wien. 1810 ging er nach Mailand, wo er als Zensor tätig war. Als Freund von W. A. Mozarts Sohn Carl Thomas verfasste L. zwei Mozart-Biographien und setzte sich besonders für die Aufführung von dessen Kammermusik in Italien ein (er spielte selbst Bratsche). Sein Dizionario basiert auf den lexikographischen Werken E. L. Gerbers, H. C. Kochs und J. N. Forkels. Bemerkenswert ist sein Beitrag zur Musiktheraphie.
Werke
Opern, Ballette; Sinfonien; Kirchenmusik; Kammermusik, Lieder, Werke f. Kl. u. Org.
Schriften
- Harmonik für Damen 1806
- Der musikalische Arzt 1807 (ital. Übersetzung 1811)
- Orpheik, oder Anweisung, die Regeln der Komposition [...]gründlich zu erlernen 1816
- Cenni biografici intorno al celebre maestro W. A. Mozart 1816
- Dizionario e bibliografia della musica, 4 Bde., 1826–36
- Estetica 1831
- Mozart e le sue creazioni 1842
- medizinische Abhandlungen
Literatur
- NGroveD 14 (2001)
- MGG 8 (1960) [mit WV]
- ÖBL 5 (1972)
- Wurzbach 15 (1866)
- Riemann 1961
- EitnerQ 6 (1902)
- GerberNTL 3 (1813)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Lichtenthal, Peter (Pietro)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d782 (abgerufen am )
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