Nach dem Studium in Göttingen/D bei J. N. Forkel (wo er auf der Violine konzertierte) und Kriegsdienst in England wurde er 1793 Kammerdiener in Hannover/D und 1797/98 Hoftheaterintendant in Dessau/D. 1800 ging L. nach Wien, um neben P. A. Frh. v. Braun die künstlerische Leitung der Hoftheater zu übernehmen (bis 1804). In dieser Zeit trat er auch häufig mit seiner Frau in Opern auf. Nach Tätigkeiten als Diplomat (ab 1806) sowie als Minister in Hildburghausen/D (ab 1810) leitete er das Theater in Bamberg/D. Ab 1823 wirkte L. am Berliner Schauspielhaus und ab 1825 an der dortigen Oper als Regisseur.
Werke
Opern (Knall und Fall 1795, Bathmendi 1798/1801, Die steinerne Braut 1799, Die dt.en Herrn in Nürnberg 1834), Singspiele (Ende gut, alles gut 1800, Zur guten Stunde 1823); Vaudevilles (Texte), Übersetzungen von Libretti.
Literatur
- NGroveD 14 (2001)
- NGroveDO 2 (1992)
- EitnerQ 6 (1902)
- Wurzbach 15 (1866)
- GerberNTL 3 (1813)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Lichtenstein, Karl August (Ludwig) Freiherr von“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7cd (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

