Böhm, Leopold Karl

* 4.11.1806 Wien, † 2.10.1859 Donaueschingen/D

Cellist und Komponist

Wurde bis 1823 durch K. G. Salzmann und J. Merk am Konservatorium der GdM ausgebildet und trat im Zuge von sog. Zöglingskonzerten an die Öffentlichkeit. Darüber hinaus privater Theorieunterricht bei E. Kessler. Mit 18 Jahren unternahm B. mehrere Konzertreisen, fand dann unter C. F. Hensler und C. Carl eine Anstellung im Orchester des Theaters in der Josefstadt. 1828 verließ er Wien und trat am 3.9.1828 als Solocellist in die fürstliche Fürstenbergische Kapelle in Donaueschingen ein und verblieb auch nach der Auflösung der Kapelle 1848 als Kammermusiker in diesen Diensten. In den Sommermonaten reiche Konzerttätigkeit (z. B. 1838 in Neuchatel, in den 1850er Jahren in Paris und Vichy/F mit der Kapelle von J. Strauss Sohn). B. zählte zu den berühmtesten Cellisten seiner Generation und trat gelegentlich auch als Komponist v. a. einschlägiger Werke für sein Instrument, die ab 1834 u. a. bei den Wiener Verlagen Mechetti, Mollo und Glöggl in Druck erschienen, hervor.

Werke

Leichte Vocalmesse für einstimmigen Chor 1841; Kammermusik f. Vc; Lieder.

Literatur

Autorinnen

  • Elisabeth Th. Hilscher
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

3.8.2020

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Monika Kornberger, Art. „Böhm, Leopold Karl“ (3.8.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f8ea (abgerufen am )

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