Bennewitz (Benewitz, Benevic), Ehepaar

Musiker:in

Anton (Antonín): 26.3.1833 Pŕíwrat/Böhmen (Přivrat/CZ), 29.5.1926 Hirschberg am See/Böhmen (Doksy/CZ). Geiger, Musikpädagoge. War 1846–52 Schüler von M. Mildner am Konservatorium in Prag und 1854–61 Konzertmeister am Prager Ständetheater. In gleicher Eigenschaft war er 1861–63 im Mozarteum Orchester Salzburg und anschließend in Stuttgart/D tätig. 1866 wurde B. Violinlehrer am Prager Konservatorium, wo er 1882–1901 Direktor war. Als Pädagoge war er neben Mildner für den hervorragenden Ruf der Prager Violinschule verantwortlich, Schüler waren u. a. H. Sitt, F. Zajic, K. Haliř, F. Ondříček, Josef Suk, O. Nedbal, K. Hoffmann, F. Drdla. In den von ihm geleiteten Konservatoriumskonzerten förderte er zeitgenössische Komponisten wie R. Strauss, F. Smetana oder A. Dvořák; Letzterer wurde auf B.’ Betreiben hin als Kompositionslehrer ans Konservatorium berufen.

Emilie (Bennewitzová-Miková, Benevicová-Micová, B.-Mick, geb. Miková/Mick/Mück): * 20.4.1834 Baden/NÖ (Baden bei Wien), † 25.12.1906 Dauba bei Böhmisch Leipa/Böhmen [Dubá u České Lípy/CZ]). Sängerin (Mezzosopran). Erhielt ihre Ausbildung in Wien und Olmütz, wo sie auch ihr Theaterdebüt gab. 1856 sang sie in Brünn und 1858 kam sie ans Prager Ständetheater (deutsches Ensemble), wo sie bis 1862, dem Jahr ihrer Verehelichung blieb. Danach sang sie in Salzburg, an der Berliner Hofoper und 1863–66 in Stuttgart. 1867–71 war sie am Prager Interimstheater, hier wirkte sie 1868 an der Uraufführung von F. Smetanas Oper Dalibor mit. E. B. sang in deutscher und tschechischer Sprache.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

25.2.2015

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Bennewitz (Benewitz, Benevic), Ehepaar“ (25.2.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003215ad (abgerufen am )

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