Benevoli, Orazio

* 19.4.1605 Rom, † 17.6.1672 Rom

Komponist

B. wurde an der Chorschule an S. Luigi dei Francesi in Rom von Vincenzo Ugolini und Lorenzo Ratti unterrichtet, Kapellmeister an verschiedenen italienischen Kirchen, in Wien 1644–46 Leitung der Hofmusik des Erzhzgs. Leopold Wilhelm, einem Sohn Kaiser Ferdinands II., ab 1646 Kapellmeister an der Cappella Giulia zu St. Peter. B. vertrat den römischen (im Gegensatz zum venezianischen) mehrchörigen Stil. Daneben gibt es auch einige kleinbesetzte Werke im konzertierenden Stil. Irrtümlich wurden B. im 19. Jh. die 53-stimmige Messe (Missa Salisburgensis, I. Achleitner) und die ebenfalls 53-stimmige Motette Plaudite tympana zugeschrieben, die zur Domweihe in Salzburg 1628 aufgeführt worden sein sollen. Diese beiden Werke sowie eine 23-stimmige Messe (Missa bruxellensis) werden heute H. I. F. Biber zugeschrieben (s. Abb. Missa in Diluvio Aquarum Multarum, Kremsmünster).

Werke

Messen, Psalmen, Magnificat, Antiphonen, Motetten. GA, hg. von L. Feininger 1966ff.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Benevoli, Orazio“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f84a (abgerufen am )

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