Erster Violinunterricht durch den Vater, 1867–73 Studium am Konservatorium in Prag bei A. Bennewitz, anschließend 1874–76 bei J. Joachim in Berlin. Nach einem Engagement in der Kapelle von Benjamin Bilse war er Konzertmeister in Königsberg (Kaliningrad/RUS; 1879), Mannheim/D (1881), 1884–93 in der Hofmusikkapelle von Weimar/D und 1893–1907 in Berlin (Nachfolger von H. De Ahna ). Hier wurde H. 1897 Mitglied des Joachim-Quartetts, gründete in weiterer Folge ein eigenes Streichquartett und unterrichtete an der königlichen MHsch. Er bereiste Italien, Konzertreisen führten ihn nach Russland,Frankreich, Belgien, in die Schweiz und die USA. H. war ab 1888 mit der Konzertsängerin Therese Zerbst (* 6.11.1859 [Ort?], † 1910 Berlin?) verheiratet.
Literatur
- ÖBL 2 (1959)
- Česko Slovenský Hudební Slovník 1 (1963)
- Riemann 1959
- A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart 1893
- Ulrich 1997
- http://de.wikipedia.org (2/2015)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.11.2024Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Haliř (Halir), Karel (Karl, Carl)“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003215b5 (abgerufen am )
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