Ausbildung an den Konservatorien in Prag und Wien (J. Hellmesberger, A. Bruckner und Franz Krenn). 1890–93 Konzertmeister der Wiener Hofoper, 1893–97 Dirigent am Theater an der Wien, 1899 am Carltheater, dann internationale Konzerttätigkeit als Geigenvirtuose. C. Millöcker und J. Strauss Sohn schrieben für ihn Geigensoli, D. selbst komponierte zahlreiche Violinstücke (stilistisch eher der „leichten Muse“ bzw. der Salonmusik zuzurechnen). D. war mit den prominenten Musikern seiner Zeit bekannt (H. Richter, J. Brahms, H. Wolf u. a.).
Gedenkstätten
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)
- Drdlagasse (Wien XXIII)
Ehrungen
- Prof.-Titel 1927
- Goldene Verdienstmedaille der Republik Österreich 1936
Werke
ca. 300 Kompositionen (vorwiegend für V. und Kl.), 2 Operetten (Das goldene Netz, Die Landkomtessen).
Literatur
- MGG 5 (2001)
- Lang 1986
- NGroveD 5 (1980)
- Czeike 2 (1993)
- ÖBL 1 (1957)
Abbildungen
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
24.1.2023Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Drdla, Franz Alois“ (24.1.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cc01 (abgerufen am )
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