Jakob: * 21.7.1918 St. Ulrich am Johannserberg/K, † 23.10.2009 St. Veit an der Glan/K. Lehrer, Sänger. Vorehelicher Sohn des Bauern Anton W. und der Elisabeth Jandl, wurde zwei Jahre nach der Geburt durch die Heirat der Eltern legitimiert. Besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt und studierte sieben Jahre Sologesang bei Myra Bethan und am Kärntner Landeskonservatorium; Teilnahme an Gesang-Wettbewerben. Die Tenor-Stimme W.s mit ihrem besonderen Kolorit und ihrer Ausdrucksstärke inspirierte die neu entstandenen Kärntnerlieder des St. Veiter Kreises (G. Glawischnig, G. Mittergradnegger und J. Mulle). Er war langjähriger Leiter der W.-Familiensinggruppe und der Geschwister Sternat. Er leitete 18 Jahre lang den heutigen Volksliedchor von St. Veit an der Glan, 30 Jahre den dortigen Männergesangverein und 40 Jahre den Kirchenchor von St. Veit. Er war Solist beim Madrigalchor Klagenfurt und beim Kärntner Rundfunkchor (Solist bei Oratorien- und Passionsaufführungen). Mitglied des Kärntner Lehrerquintetts bestehend aus W., Max Trink, Hans Szeider, Martin Kugy und wechselnd Franz Mairitsch, Walter Groß, N. Artner, Hubert Knafl.
Ehrungen
- Prof.-Titel
- Justinus-Mulle-Preis mit der W.-Familiensinggruppe
Literatur
- Fs. 150 Jahre „Chor 1863“ St. Veit an der Glan 2013
- E. Jung-Mittergradnegger/R. Jung, Günther Mittergradnegger – Lebensmosaik 2013
- Geburts- und Taufbuch 1871-1923 der Pfarre St. Ulrich, fol. 139
- Trauungsbuch 1914-39 der Pfarre St. Ulrich, fol. 5
- http://msc-media.at (8/2015)
Sein Sohn
Helmut: * 23.8.1944 Moosburg/K. Sänger (Tenor). Studierte Anglistik und Sport an der Univ. Graz (Mag.) sowie bis 1971 Gesang an der MAkad. Graz (bei H. Rössel-Majdan, E. Werba und K. Equiluz). Nach Lehrtätigkeit hatte er Engagements in Klagenfurt und 1973–76 in Braunschweig/D, danach freiberuflicher Konzert- und Opernsänger. 1980 wurde er Mitglied der Wiener Staatsoper, wo er in zahlreichen Charakter- und Bufforollen auftrat. Mitwirkung u. a. bei den Salzburger (auch als Konzertsolist) und Bregenzer Festspielen, beim Carinthischen Sommer, Gastspiele in Europa und Tokio. Engagement auch an der Semperoper in Dresden/D.
Ehrungen
- Kammersänger 1990
- Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Kärnten 2003
Literatur
- K-R 1997
- Who is who in Öst. 1997
- www.musikwildhaber.at (7/2006)
- www.kleinezeitung.at (9/2015)
- www.ots.at (7/2020)
Autor:innen
- Maria Streit
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
7.12.2021Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Maria Streit, Art. „Wildhaber, Familie“ (7.12.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e6e0 (abgerufen am )
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