Artner, Norbert

* 2.11.1922 Obermühlbach bei St. Veit a. d. Glan/K, † 24.7.1971 Klagenfurt

Musiklehrer und Komponist

Ausbildung 1936–41 am Landeskonservatorium Kärnten (Violine; Musiktheorie bei R. Keldorfer), 1949–51 an der Wiener MAkad. (Komposition bei A. Uhl, Dirigieren bei H. Swarowsky und C. Krauss). 1945 Gründung und Leitung des Kammerchors St. Veit (seit 1971 Kammerchor N. A.), Initiator der Gurker Domkonzerte; 1951–67 Leiter, später freier Mitarbeiter der Musikabteilung des ORF-Landesstudios Kärnten (u. a. Volksmusik-Sendereihe Frohes Singen, frohes Klingen), ab 1967 Dirigent und Direktor des Kärntner Landeskonservatoriums, Leiter des Kärntner Musikschulwerks, Vorstandsmitglied der AGMÖ. Sänger beim Kärntner Lehrerquintett. A. erwarb sich besondere Verdienste um die Neustrukturierung des Kärntner Musikschulwerkes (1967, für das damalige Österreich beispielhaft und einzigartig) und schrieb Musik im Stil zwischen A. Uhl und G. v. Einem, es dominiert das Musikantische und Emotionale vor dem Konstruktivistischen. A. stand in enger Verbindung zum St. Veiter Kreis, seine Meinung zu den neu entstandenen Kärntnerliedern war maßgebend. Er arbeitete eng mit dem St. Veiter Kulturamt zusammen und war bei musikalischen Veranstaltungen als Planer, Komponist, Organisator, Dirigent und Chorleiter wesentlich beteiligt. Bei den Kärntner Volksliedsingen in St. Veit setzte A. wichtige Akzente.

Ehrungen

  • Ehrenzeichen der Stadt St. Veit 1963
  • 1. Preis beim Chorwettbewerb in Görz 1964/65

Werke

Symphonie; Ballettmusik; Kammermusik; Oratorien (u. a. Oratorische Funkoper Die Hochzeit des Botticelli 1955); Kantaten; Balladen; Lieder etc.

Literatur

Autor:innen

  • Uwe Harten
  • Maria Streit

Letzte inhaltliche Änderung

1.10.2015

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Maria Streit, Art. „Artner, Norbert“ (1.10.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f756 (abgerufen am )

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