Erhielt Musikunterricht im bischöflichen Seminar in Graz, trat 1899 in das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg ein; 1903 Profess, 1904 Priesterweihe. Er war bis 1911 in Wien und Umgebung als Seelsorger tätig und studierte daneben ab 1907 an der Univ. Musikwissenschaft (bei G. Adler, M. Dietz und R. Wallaschek; Dr. 1912, weiterführende Studien als ao. Hörer bei Adler und W. Fischer bis 1917) sowie Kontrapunkt bei St. Stocker. 1911 wurde er Stiftskapellmeister und Sängerknabenpräfekt in Klosterneuburg. An der von ihm, V. Goller und M. Springer 1910 gegründeten Kirchenmusik-Abteilung der Wiener MAkad. in Klosterneuburg (Kirchenmusikschulen) lehrte er ab 1912 Liturgik, Latein und Kirchenmusikgeschichte (1917 Prof., 1921–31 Leiter). Er war Mitbegründer der Musikzeitschrift Musica divina. 1923 gründete er die Kirchenmusik-Vereinigung Schola Austriaca, 1927 den Wiener Kammerchor, den er bis 1948 leitete. 1940–44 dirigierte er die Domkonzerte zu St. Stephan. Nach seinem Ruhestand 1945 war er als Glocken-Referent der Wiener Diözesankommission für Kirchenmusik tätig.
Ehrungen
- Reg.rat
- Hofrat 1945
- Ritterkreuz 1. Klasse des österr. Verdienstordens
Werke
geistliche Musik (Messen, Dt. Singmesse, Requien, Proprien, Te Deum, Salve Regina f. Frauenchor u. Org. 1918); Hymnen (St. Leopolds-Hymne), Motetten, Lieder.
Schriften
- Johann Georg Albrechtsberger als Kirchenkomponist, Diss. Wien 1912 (Teildruck in StMw 14 [1927] u. in Jb. des Stiftes Klosterneuburg 6 [1914])
- Weissenbäck 1937
- gem. m. J. Pfundner, Tönendes Erz. Die abendländische Glocke als Toninstrument u. die historischen Glocken in Österreich 1961
- Aufsätze u. a. in Musica sacra uMusica divina.
Literatur
- G. Moißl in SK 7 (1960)
- G. Moißl, A. W. 1880–1960, 1962
- F. Kosch in Chorbll. 3/12 (1948)
- A. Bamer in Chorbll. 6/4 (1950)
- Riemann 1961 u. 1975
- StMl 1962–66
- F-A 1936 u. 2 (1978)
- MGÖ 3 (1995)
- www.demos.ac.at (7/2020)
- Archiv Univ. Wien
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
24.7.2020Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Weißenbäck, Andreas CanReg (Franz Xaver)“ (24.7.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e66e (abgerufen am )
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