Sohn eines Wiener Klosterorganisten gleichen Namens. Folgte im Dezember 1729 G. H. Freitag im Organistenamt des Benediktinerstiftes Melk nach, am 3.7.1730 heiratete er Freitags Witwe Maria Anna. In zweiter Ehe (7.2.1741) vermählte er sich mit Polixena Bachschmidt, einer Tochter des ehemaligen Melker Thurnermeisters U. Bachschmidt. 1748–57 war W. auch Melker Schulmeister und Stadtpfarrorganist, die Stiftsorganistenstelle hatte er bis zu seinem Tod inne. W. fertigte u. a. Abschriften von Werken von A. Caldara, G. J. Donberger, J. G. Reutter, Fe. Schmidt, J. A. Scheibl und J. G. Zechner an, die sich in Melk erhalten haben. Sein Nachfolger wurde sein Schüler J. G. Albrechtsberger.
Werke
Messen, Marianische Antiphonen, Veni Sancte Spiritus; Theatermusik (dt. Operetta Martis u. Irene Verbindung [gem. m. F. I. A. Tuma]).
Literatur
- Freeman 1989
- MusAu 3 (1982), 31
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
6.5.2001Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Weiss (Weyß), Joseph“ (6.5.2001), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e67a (abgerufen am )
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