Sein Vater Franz W. (* 29.3.1801 Wien, † 8.10.1895 Wien) war Juwelier und Konzertsänger. Nach privatem Klavierunterricht studierte W. am Konservatorium der GdM Komposition (bei O. Dessoff und Franz Krenn) und Gesang (bei V. v. Rokitansky). Bis 1880 Bassbariton, sammelte erste Erfahrungen als Bühnenassistent in Bayreuth/D unter Rich. Wagner. Als Tenor war er in Olmütz engagiert, unternahm 1881/82 mit Ang. Neumanns wanderndem Wagner-Theater Reisen durch Europa (auch Österreich) und wurde ein bekannter Heldentenor. 1882/83 wirkte er in Bremen/D, 1883–87 in Prag, danach in Stettin (Szczecin/PL, Direktor 1887–95), Breslau (Wrocław/PL), Nürnberg/D und Rostock/D. Nach Gastspielen in Amerika (u. a. an der Metropolitan Opera in New York/USA) und Russland sang er 1906/07 und 1909/10 an der Volksoper Wien, dazwischen in Graz. Er gastierte auch häufig an der Wiener Hofoper. Ab 1908 lebte er in München als Komponist und Pädagoge. Er war mit Lina (eig. Caroline Maria Barbara), geb. Storck (* 4.11.1863 Wien, † 12.7.1949 München), einer Tochter des bekannten Architekten und Kunstgewerblers Josef Storck (seit 1894 Ritter von, * 22.4.1830 Wien, † 27.3.1902 Wien) verheiratet, nicht mit der Schauspielerin Marie Walter.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Wiener Akademischen Wagner-Vereins 1880
Werke
Oper Eddystone 1889; Chorwerke; Lieder, Balladen; Kammermusik, Klavierstücke.
Schriften
- Resonanztonlehre 1911
- Autobiographie 1924 (unveröffentlichtes Ms.)
Literatur
- MGG 14 (1968)
- K-R 1997
- Riemann 1961
- Müller-Asow 1929
- F-A 1936 u. 2 (1978)
- NFP 9.10.1895, 13
- Taufbuch der Pfarre St. Johann Nepomuk (Wien II) 1852–55, fol. 187
- Taufbuch der Pfarre St. Augustin 1795–1802, fol. 101
- Sterbebuch der Pfarre Penzing (Wien XIV) 1894–99, fol. 81
- Taufbuch der Pfarre Gumpendorf (Wien VI) 1863, fol. 281
- www.architektenlexikon.at (2/2022)
- Mitt. Urenkelin Christine Wollinsky (2/2022)
- Teilnachlass: ÖNB, Musikslg
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2023Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Wallnöfer (Pseud. Cantor), Adolf Eduard“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e662 (abgerufen am )
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