Wallsegg (Walsegg), Franz de Paula Josef Anton Graf von

* 16.1.1763 Schloss Stuppach bei Gloggnitz/NÖ, † 11.11.1827 Stuppach

Musikdilettant und Komponist

Sohn von Franz Anton Joseph Graf v. W.-St. (1733–86) und ab 1786 Besitzer mehrerer Herrschaften im südlichen Niederösterreich (u. a. Schottwien, Klamm, Stuppach, Pottschach, Ziegersberg, Tribuswinkel). Er betrieb v. a. Land- und Forstwirtschaft sowie die Gipsbrüche bei Schottwien, veranstaltete als großer Musik- und Theaterliebhaber und dilettierender Flöten- und Violoncellospieler zweimal wöchentlich private Kammermusikkonzerte, bei denen u. a. An. Herzog mitwirkte, der davon einen Bericht hinterließ. In die Musikgeschichte ging er v. a. als anonymer Auftraggeber von W. A. Mozarts  Requiem ein, das W. als seine eigene Komposition ausgeben wollte, wie er es auch mit zahlreichen Werken anderer Komponisten (z. B. F. A. Hoffmeister) praktizierte. 1792 erhielt er von Co. Mozart das von F. X. Süßmayr vollendete Werk, das er am 14.12.1793 in der Neukloster-Kirche zu Wiener Neustadt im Andenken an seine Frau Anna Magdalena Antonia Prenner Edle v. Flammberg (* 15.9.1770 Niederfellabrunn/NÖ, † 14.2.1791 Stuppach) zur Aufführung brachte (liturgische EA des Werks, ohne Komponistenangabe). Mit ihm starb das Geschlecht der W.-St. aus.

Werke

Gelegenheitskompositionen; Bearb. v. Mozarts Requiem f. Streichquintett.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

22.10.2007

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Wallsegg (Walsegg), Franz de Paula Josef Anton Graf von“ (22.10.2007), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001301fe (abgerufen am )

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