Violin, Moriz

* 30.3.1879 Wien, † 1.4.1956 San Francisco/USA

Pianist und Pädagoge

Studium bei J. Epstein (Klavier, Abschluss 1894) und R. Fuchs (Komposition, Abschluss 1896) am Konservatorium der GdM. Um 1902 Kapellmeister an Ernst v. Wolzogens Buntem Theater in Berlin. V. führte seit 1908 eine Ausbildungsklasse für Klavier an der Wiener MAkad.; 1912 schied er nach einem Konflikt mit der Direktion aus. Als Konzertpianist spielte er vorwiegend Kammermusik, u. a. in Klaviertrios mit Paul Fischer und Julius Klengel in Wien sowie Mauritz van den Berg und F. Buxbaum in Berlin. V. verband seit 1896 eine enge Freundschaft mit dem Musiktheoretiker H. Schenker. Ab 1922 lebte er als Privatlehrer in Hamburg/D, wo er 1931 ein Schenker-Institut als Privatschule ins Leben rief. Nach der Rückkehr nach Wien 1933 unterrichtete er zusammen mit O. Jonas und F. Salzer am hiesigen, dem Neuen Wiener Konservatorium angegliederten Schenker-Institut (1935–38). V. emigrierte 1939 mit Unterstützung A. Schönbergs in die USA (Exil).

Ehrungen

  • Brahms-Preis 1894 (Komposition)

Werke

(Verschollen:) Oktett, Streichquartett, Canon in Streichquartettform.

Schriften

Literatur

Autor

  • Martin Eybl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Martin Eybl, Art. „Violin, Moriz“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e5a4 (abgerufen am )

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