Er war in Rom Mitglied einer Akademie, hielt sich dann längere Zeit in Deutschland auf, bevor er 1685 am Salzburger Hof Truchsess wurde (1689 Beförderung zum Hauptmann). Ein Aufenthalt im Stift Kremsmünster ist nicht verifizierbar (die Musik zu S. Rettenpachers Miltiadis gloria stammt von U. Leo). 1692/93 fiel er in Ungnade und war auf der Festung Hohensalzburg inhaftiert. 1709 ist R. in Wien bezeugt.
Werke
Libretti (Alesandro in Pietra [M: H. I. F. Biber] 1687; Le Fatali Felicità di Plutone [M: Ge. Muffat] 1687; Chi la dura la vince [M: H. I. F. Biber] 1690/92; Il Tempo Glorioso [M: M. S. Biechteler] 1709).
Literatur
- P. Rettenbacher-Ferraro, F. M. R. Ein Librettist am Salzburger Hof zur Zeit des Hochbarock,Dipl.arb. Salzburg 2003
- H. F. Biber, Chi la dura la vince 2004 [Faks.]
- S. Dahms in ÖMZ 29/7–8 (1974)
- MGÖ 1 (1995)
- Schneider 1935
- H. Boberski, Das Theater der Benediktiner an der alten Univ. Salzburg (1617–1778), 1978
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Raffaelini, Francesco Maria“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de4e (abgerufen am )
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