Philharmonische Konzerte

Das erste Ph. K. wurde am 28.3.1842 im Großen Redoutensaal in Wienvon den Mitgliedern des Hofopernorchesters unter der Leitung von O. Nicolai veranstaltet.

Dieses von A. J. Becher mitorganisierte und in der Allgemeinen Wiener Musik-Zeitung von Aug. Schmidt als „Philharmonische Akademie “ angekündigte Ereignis gilt als Gründungsakt der Wiener Philharmoniker. Als Vorläufer kann der im Jänner 1833 von F. Lachner etablierte, ebenfalls aus dem Orchester der Hofoper (Kärntnertortheater) rekrutierte Künstler-Verein betrachtet werden, der jedoch nach vier Konzerten wieder aufgelöst wurde. 1860 fanden zum ersten Mal Abonnementkonzerte (unter O. Dessoff) statt, die seitdem (und seit 1870 im Großen Musikvereinssaal) einen festen Bestandteil und jährlichen Höhepunkt der bürgerlichen Musikkultur in Wien bilden. Derzeit (2004) gliedern sich die Ph. K. in zehn Abonnementkonzerte (jeweils mit einer Voraufführung, „Generalprobe“ genannt), fünf Soiréen, das Neujahrskonzert, das Nicolai-Konzert, das G. Mahler-Gedächtniskonzert, Gastspiele (Salzburger Festspiele, Auslandstourneen etc.) und sonstige.

Literatur

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Philharmonische Konzerte“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0006a71a (abgerufen am )

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