Dieses von A. J. Becher mitorganisierte und in der Allgemeinen Wiener Musik-Zeitung von Aug. Schmidt als „Philharmonische Akademie “ angekündigte Ereignis gilt als Gründungsakt der Wiener Philharmoniker. Als Vorläufer kann der im Jänner 1833 von F. Lachner etablierte, ebenfalls aus dem Orchester der Hofoper (Kärntnertortheater) rekrutierte Künstler-Verein betrachtet werden, der jedoch nach vier Konzerten wieder aufgelöst wurde. 1860 fanden zum ersten Mal Abonnementkonzerte (unter O. Dessoff) statt, die seitdem (und seit 1870 im Großen Musikvereinssaal) einen festen Bestandteil und jährlichen Höhepunkt der bürgerlichen Musikkultur in Wien bilden. Derzeit (2004) gliedern sich die Ph. K. in zehn Abonnementkonzerte (jeweils mit einer Voraufführung, „Generalprobe“ genannt), fünf Soiréen, das Neujahrskonzert, das Nicolai-Konzert, das G. Mahler-Gedächtniskonzert, Gastspiele (Salzburger Festspiele, Auslandstourneen etc.) und sonstige.
Literatur
- Hellsberg 1992
- R. v. Perger, Denkschrift zur Feier des fünfzigjährigen ununterbrochenen Bestandes der Ph. K. in Wien 1860–1910 , 1910
- C. F. Pohl, Fs. aus Anlass der Feier des 25jährigen ununterbrochenen Bestandes der im Jahre 1842 gegründeten Ph. C. in Wien 1885
- ÖL 1995 [Philharmoniker, Wiener]
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Philharmonische Konzerte“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0006a71a (abgerufen am )
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