Am bekanntesten sind diejenigen der Wiener Hofburg, zwischen Hofbibliothek, Winterreitschule und Schweizertrakt gelegen. Bereits 1629–31 wurde im Bereich des damaligen Burggartens ein Tanzsaal („newer Saal oder Danz Platz“) errichtet, der 1651 durch L. Burnacini d. Ä. in ein Komödienhaus umgebaut, aber bereits 1659 neuerlich für die Bedürfnisse der Oper durch L. O. Burnacini adaptiert werden musste. Ein Brand 1699 machte eine Neugestaltung durch F. Galli-Bibiena notwendig
Zu einschneidenden Veränderungen und zur endgültigen Umwandlung vom Theatergebäude zum Veranstaltungssaal kam es unter Maria Theresia (I), da der Umbau des alten Ballhauses auf dem Michaelerplatz in ein Opernhaus (altes Burgtheater) die bisherige Spielstätte überflüssig machte. 1744–72 wurden in drei Bauabschnitten durch Jean Nicolas Jadot, Nikolaus Pacassi und Franz Anton Hillebrand die R. in ihre bis zum Brand von 1992 bestehende Form gebracht. Bis zur Mitte des 20. Jh.s vorwiegend für Tanzveranstaltungen (daher auch der bis heute [2005] verwendete Name), Konzerte, selten auch für Opernaufführungen genutzt, wurden die R. 1973 zu einem Konferenzzentrum umgebaut. 1992 durch einen Großbrand fast vollständig zerstört, wurde der Kleine R. wieder restauriert, der Grosse R. jedoch neu gestaltet.
Literatur
- Czeike 4 (1995)
- H. Seifert, Der Sig-prangende Hochzeits-Gott 1988
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Redoutensäle“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de97 (abgerufen am )
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