Oesterle, Rudolf

* 21.4.1887 Baumgarten an der March/NÖ, † 25.7.1957 Hennersdorf/NÖ

Lehrer, Musiker, Komponist

Erhielt ersten Musikunterricht (Orgel) von seinem Vater, dem Lehrer Josef Oe. (1851–1914), und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Salzburg, als Musiker v. a. Autodidakt. Ab 1906 als Lehrer im östlichen Weinviertel tätig, war O. 1909–13 Lehrer und Organist in Großinzersdorf/NÖ. Ab 1913 in Hennersdorf, hier 1919–23 (mit Unterbrechung) Regens chori und ca. 1923–33 auch Kapellmeister des Orchestervereins Harmonie in Siebenhirten (heute Wien XXIII). 1918/19 Mitbesitzer des Währinger Bürgerkinos (Wien XVIII, Gentzgasse 119), während dieser Zeit rege Tätigkeit als Arrangeur von Filmmusik für Stummfilme. 1924–34 Bürgermeister von Hennersdorf und 1930–45 Oberlehrer. Von seinen Werken erschienen einige auch im Druck (Die Hirten an Christkindleins Krippe op. 6). 1929 gelangten Kompositionen Oe.s bei Radio Wien (durch das Quartett Ph. de la Cerda) zur Aufführung.

Gedenkstätten

  • Rudolf Österle-Gasse [sic!] (Hennersdorf)

Ehrungen

  • Preis (4.–10. Platz) bei einem Dollfuß-Marschwettbewerb in Baden bei Wien 1935

Werke

Missa Sancti Andreae (s. Abb.), Märsche, Lieder (Marien-, Heurigen- u. Wienerlieder), Klavierstücke; zahlreiche Bearbeitungen u. Arrangements (u. a. Werke von W. A. Mozart, P. A. Niedrist, J. Gruber).

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

17.1.2017

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Oesterle, Rudolf“ (17.1.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000476e2 (abgerufen am )

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