Erhielt ersten Musikunterricht (Orgel) von seinem Vater, dem Lehrer Josef Oe. (1851–1914), und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Salzburg, als Musiker v. a. Autodidakt. Ab 1906 als Lehrer im östlichen Weinviertel tätig, war O. 1909–13 Lehrer und Organist in Großinzersdorf/NÖ. Ab 1913 in Hennersdorf, hier 1919–23 (mit Unterbrechung) Regens chori und ca. 1923–33 auch Kapellmeister des Orchestervereins Harmonie in Siebenhirten (heute Wien XXIII). 1918/19 Mitbesitzer des Währinger Bürgerkinos (Wien XVIII, Gentzgasse 119), während dieser Zeit rege Tätigkeit als Arrangeur von Filmmusik für Stummfilme. 1924–34 Bürgermeister von Hennersdorf und 1930–45 Oberlehrer. Von seinen Werken erschienen einige auch im Druck (Die Hirten an Christkindleins Krippe op. 6). 1929 gelangten Kompositionen Oe.s bei Radio Wien (durch das Quartett Ph. de la Cerda) zur Aufführung.
Gedenkstätten
- Rudolf Österle-Gasse [sic!] (Hennersdorf)
Ehrungen
- Preis (4.–10. Platz) bei einem Dollfuß-Marschwettbewerb in Baden bei Wien 1935
Werke
Missa Sancti Andreae (s. Abb.), Märsche, Lieder (Marien-, Heurigen- u. Wienerlieder), Klavierstücke; zahlreiche Bearbeitungen u. Arrangements (u. a. Werke von W. A. Mozart, P. A. Niedrist, J. Gruber).
Literatur
- Ch. Fastl, „Der Gefertigte versieht seit 1. Dezember 1920 den Chordienst an der hiesigen Pfarrkirche…“ , Dipl.arb. Wien 2000 [mit WV]
- Ch. Fastl in Unsere Heimat 74/4 (2003) [mit WV]
- Ch. Fastl in Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Mödling 37/3 (2001)
- Ch. Fastl, „Waldigen Hang, grünendes Tal durchtön’ dt. Sang mit mächtigem Schall!“ , Diss. Wien 2003
- Erhart 2002
- Radio Wien 6.9.1929, XI, 20.9.1929, VIII, 18.10.1929, 34
- Badener Ztg. 3.7.1935, 3
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
17.1.2017Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Oesterle, Rudolf“ (17.1.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000476e2 (abgerufen am )
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