Mosenthal, Salomon Hermann von (Pseud. Friedrich Lechner)

* 14.1.1821 Kassel/D, † 17.2.1877 Wien

Dramatiker, Librettist, Bibliothekar

War 1836 Schüler von F. v. Dingelstedt und begann 1840 eine Ausbildung am Polytechnikum in Karlsruhe/D. 1842 ging er nach Wien, wo er als Hauslehrer angestellt war und durch Kontakte zu O. Prechtler u. a. in die Künstlervereinigung Concordia aufgenommen wurde. Ab 1850 war er im Ministerium für Kultus und Unterricht tätig (ab 1867 als Vorstand der Bibliothek). 1868–71 gehörte M. der Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien an (Vizepräsident 1871). 1872 gründete er dort mit Josef v. Weilen (Weil) eine Schauspielschule. Er verfasste Libretti für z. T. sehr bekannte Opern.

Gedenkstätten

  • Mosenthalweg (Wien XVIII)

Ehrungen

  • kaiserlicher Rat 1867
  • Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens 1868
  • Nobilitierung 1871

Werke

Dramen (Deborah 1848, Der Sonnwendhof 1854), Opernlibretti (Die lustigen Weiber von Windsor [M: O. Nicolai] 1949; Die Königin von Saba [M: K. Goldmark] 1875); Erzählungen, Gedichte.

Literatur

  • MGG 9 (1961) [mit WV]
  • NDB 18 (1997)
  • Kosch 2 (1960)
  • ÖBL 6 (1975)
  • ADB 22 (1885)
  • NGroveDO 3 (1992)
  • Wurzbach 19 (1868)
  • Bauer 1955
  • Czeike 4 (1995)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Mosenthal, Salomon Hermann von (Pseud. Friedrich Lechner)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da17 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.