Verheiratet mit der Sängerin J. Lutzer. Studium der Theologie und Philosophie in Marburg, Gymnasiallehrer, entlassen wegen freisinniger Äußerungen, freier Journalist, 1843 Bibliothekar des Königs von Württemberg, 1851 Intendant des Hof- und Nationaltheaters in München, Mitglied der poetischen Tafelrunde König Maximilians II. von Bayern; 1856 auf Drängen der ultramontanen Partei entlassen; 1857 Intendant der Hofbühne in Weimar/D, hier Gegenspieler F. Liszts; 1867–70 Direktor der Wiener Hofoper (Eröffnung des Opernhauses am Ring 1869); 1871–81 Direktor des Hofburgtheaters (Burgtheater) am Michaelerplatz.
Gedenkstätten
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof
Werke
Libretto zur Oper Der Vampir von P. J. v. Lindpaintner; übersetzte das Libretto zur Oper The Lilly of Killarney (Die Rose von Erin) von J. Benedict.
Literatur
- Czeike 2 (1993)
- ÖBL 1 (1957)
- Hadamowsky 1988
- G. Koliska, F. D.s Wirksamkeit an den Wiener Hoftheatern, Diss. Wien 1928
- Chr. Chalaupka, F. D. als Regisseur, Diss. Wien 1957
- [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 42f
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2023Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Dingelstedt, Franz Freiherr von“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbc4 (abgerufen am )
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