Erhielt seine erste musikalische Ausbildung in Violine (bei C. Richter), Trompete und Pauke. War zunächst Quartett-Spieler und Mitglied eines Laienorchesters in Wien, lernte ab 1925 autodidaktisch (nach A. Schönbergs Harmonielehre), ab 1927 bei H. Kauder Komposition. Aufführung erster eigener Werke in den 1930er Jahren in Wien. Bis 1931 verdiente M. bis zur Einführung des Tonfilms als Kinogeiger seinen Lebensunterhalt, ließ sich dann zum Jazz-Trompeter in einer Tanzschule ausbilden. Während des Zweiten Weltkriegs war er als Finanzbeamter tätig, ab 1946 Geiger im Vorarlberger Funkorchester Bregenz, bis 1965 Violinlehrer an der Lehrerbildungsanstalt Feldkirch. Er komponierte oft bitonal, kontrapunktisch und manchmal dodekaphon; seine Werke fanden auch in den USA, Australien, Großbritannien und in Japan Verbreitung.
Ehrungen
- Ehren- und Förderungsgaben des Landes Vorarlberg für Kunst u. Wissenschaft 1977
- Ehrenmitglied des Musikkreises Feldkirch 1982
Werke
3 Symphonien (s. Tbsp.); Konzerte (Konzert f. 4 Bläser u. Streichorch. 1934, Konzert f. Kl. u. Streichorch. 1935); Kammermusik; Werke f. Bläser (Festmusik f. 8 Hr. 1951); Lieder. – Nachlass: Stadtbibliothek Feldkirch, Musikslg.
Literatur
- MaÖ 1997
- MGÖ 3 (1995)
- E. Schneider in Montfort 1971
- M. Getzner, Vorarlberger Komponisten 1 (2017)
- Slg. Moißl
Hörbeispiele
Autor:innen
- Uwe Harten
- Karoline Hochstöger
Letzte inhaltliche Änderung
17.8.2023Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Karoline Hochstöger, Art. „Mayer, Rudolf“ (17.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d91c (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

