Aus Reutlingen/D. Dichtete 1508 das Lied von einem Ritter aus der Steiermark („O Reicher Got im höchsten sal“), das trotz seines Umfanges von 455 Zeilen (35 13-zeiligen Strophen) um die Mitte des 16. Jh.s sehr bekannt, mehrfach auf Flugschriften (Flugblatt) gedruckt, dabei textlich über die Jahre kaum voneinander abweichend, und auch übersetzt (mehrere dänische Versionen erhalten) wurde. Inhaltlich lassen sich Verbindungen zu Novellen aus 1001 Nacht herstellen. M. verwendete die Melodie (Ton) des Liedes von Herzog Ernst; durch die weite Verbreitung seines „Ritters“ wurde es jedoch zu einer eigenen Tonangabe, die wiederum zahlreiche Neudichtungen erfuhr.
Literatur
- W. Suppan in H. Gerndt/G. R. Schroubek [Hg.], [Fs.] L. Kretzenbacher. Dona Ethnologia 1973
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Mayer, Mertein (Martin)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00021e1a (abgerufen am )
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