Studium an der Technischen Hsch. und Univ. in Wien; als Komponist Autodidakt; 1910–19 Geiger und Bratschist im Wiener Konzertvereins-Orchester; 1919–22 Mitarbeiter der Musikblätter des Anbruch; 1938 Emigration (Exil) nach Holland, 1940 nach England und New York, wo er als Komponist und Pädagoge tätig war. Sein Werk ist durch polyphone Strukturen (Beschäfigung mit franko-flämischer Musik, besonders Josquin Desprez) und konservative Harmonik gekennzeichnet.
Werke
Symphonien, Konzerte, Präludien, Passacaglien und Fugen für Streichorchester; Orchesterlieder- und Klavierlieder, Chöre, Kammermusik.
Schriften
- Entwurf einer neuen Melodie- und Harmonielehre 1932
- Counterpoint 1960
- Artikel für die Musikbll. des Anbruch.
Literatur
- O. Kauder, H. K: Biographie und WV 1975
- NGroveD 13 (2001)
- Riemann 1959 u. 1972
- Orpheus im Exil 1995
- [Kat] Die Vertreibung des Geistigen aus Öst. 1985
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Kauder, Hugo“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3ec (abgerufen am )
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