Haag, Melchior

* 18.12.1860 Eben am Achensee/T, † 21.12.1902 Brixen/T (Bressanone/I)

Geistlicher, Kirchenmusiker, Komponist

Sohn des Lehrers und Organisten Franz H. Besuchte das Staatsgymnaisum in Brixen und studierte anschließend Theologie; während der Gymnasial- und Studienzeit intensive Beschäftigung mit Musik (Leiter des Theologenchores, Kontakte zu I. Mitterer und Franz Xaver Witt). Nach seiner Priesterweihe (1886) wirkte er als Seelsorger in Tarrenz/T (Reformierung des Kirchenchores), 1888–90 war er Präfekt im Brixener Kassianeum und Assistent I. Mitterers bei der Sängerausbildung. 1890 übernahm er in der Nachfolge A. Teuchners die Leitung des Innsbrucker Pfarrchores zu St. Jakob (zunächst provisorisch, 1897 definitiv), den er nach (gemäßigten) cäcilianistischen Bestimmungen (Cäcilianismus) reformierte; als Klangideale galten ihm die instrumentalbegleiteten Werke Carl Greiths. Vertiefen konnte H. seine kirchenmusikalischen Kenntnisse während eines halbjährigen Studienaufenthalts an der Regensburger Kirchenmusikschule. 1893–1901 unterrichtete er an der Innsbrucker Lehrerbildungsanstalt Chorallehre, 1901 erfolgte seine Wahl zum Vizepräses des Allgemeinen Deutschen Cäcilienvereins.

Werke

Responsorien.

Schriften

  • Kirchenmusikalische Aufsätze und Rezensionen in der Zeitschrift Die Katholische Volksschule.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

29.6.2009

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Haag, Melchior“ (29.6.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00223d47 (abgerufen am )

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