War zunächst Schriftsetzer, trat 1894–96 an Provinzbühnen auf und kam 1897 nach Graz. Seit 1900, von A. Girardi gefördert, spielte er in Wien. Er wurde im Carltheater, 1902–03 in E. Danzers Orpheum, 1903–16 im Theater an der Wien und 1916–21 im Raimundtheater (seit 1907 auch Oberregisseur dieser beiden Bühnen W. Karczags) sowie bei Gastspielen u. a. in Deutschland, Paris, St. Petersburg/RUS und Moskau als Gesangs- und Charakterkomiker in Operetten und musikalischen Possen populär, der Elemente der Commedia dell’arte mit bodenständiger Wiener-Possen-Komik verband. Besonders erfolgreich war G. als Ollendorf in K. Millöckers Bettelstudent, als Tschöll in H. Bertés Dreimäderlhaus (s. Abb.), als Zsupán in J. Strauss’ Sohn Zigeunerbaron. 1927 wirkte er noch in der UA von E. Eyslers Die gold’ne Meisterin mit. Er betätigte sich auch auf sozialem Gebiet, war 1910–13 Armenrat in Wien V.
Schriften
- Artikel für die Grazer Tagespost.
Literatur
- K-R 1997
- Czeike 2 (1993)
- Personenlex. Öst. 2001
- ÖBL 2 (1959)
- Ulrich 1997
- Kosch 1 (1953)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
26.7.2017Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Glawatsch, Franz“ (26.7.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cf2f (abgerufen am )
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