Sohn des Dirigenten und Sängers (Bass) Friedrich G. (1796 Königsberg – 1859 Berlin), wurde in Berlin ausgebildet und war 1847–67 als Theaterkapellmeister an div. deutschen Bühnen und in Prag tätig. 1868 wurde er an das Theater an der Wien engagiert, wo er mit J. Strauss Sohn Bekanntschaft machte und mit dem Schreiben von Libretti begann; G. ist wesentlich am Fledermaus-Libretto beteiligt gewesen. Gemeinsam mit F. Zell (C. Walzel) schrieb G. zahlreiche Libretti für F. v. Suppè und C. Millöcker. 1878 zog sich G. von der Bühne zurück und lebte zuerst in Pressbaum bei Wien, ab 1894 in seiner Villa in Baden.
Werke
Operetten (u. a. Polyphem, Der Geiger aus Tirol, Der Seekadett, Nanon, Die Wirtin vom goldenen Lamm); Lieder (s. Abb.).
Schriften
Auswahl Libretti- Benjamin, Die Konzertprobe, Die Fledermaus, Cagliostro in Wien, Fatinitza, Gräfin Dubarry, Boccaccio, Das Spitzentuch der Königin, Donna Juanita, Der lustige Krieg, Der Bettelstudent, Eine Nacht in Venedig, Gasparone, Der Vice-Admiral, Der Millionenonkel, Der Schwiegerpapa, Die Welfenbraut.
Literatur
- NGroveD 9 (2001)
- NGroveDO 2 (1992)
- B. Hiltner-Hennenberg, R. G. 1998
- MGG 4 (1955)
- A. Bauer, 150 Jahre Theater an der Wien 1952
- ÖBL 1 (1957)
- Czeike 2 (1993)
- Erhart 1998
Abbildungen
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2023Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Genée, Franz Friedrich Richard“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020933 (abgerufen am )
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