Musikalische Ausbildung durch Mitglieder der HMK, v. a. G. Valentini. Dementsprechend sind F.s Kompositionen dem neuen Stil des Barock verpflichtet; weiters scheint der Herrscher sich mit den musikalischen Schriften von A. Kircher intensiv auseinander gesetzt zu haben. Obwohl F. nach den Berichten in der habsburgischen Familienkorrespondenz (z. B. mit seinem Bruder, Erzhzg. Leopold Wilhelm, von dem auch eine Vielzahl der von F. vertonten Texte stammte) eine sehr große Anzahl an Werken komponiert haben muss, sind nur wenige erhalten geblieben; das prominenteste Werk F.s ist sein Drama musicum, ein Oratorium mit Scheideweg-Thematik. F. ist der älteste der Kaiser-Komponisten.
Werke
Messen, Motetten, Hymnen, Miserere, Stabat Mater, Arien, Madrigale, Drama musicum; NA: G. Adler, Musikalische Werke der Kaiser Ferdinand III., Leopold I. und Joseph I. 1892/93, WV bei S. Saunders in StMw.
Literatur
- NGroveD 8 (2001)
- Th. Antonicek, Musik und italienische Poesie am Hofe Kaiser Ferdinands III. 1990
- Th. Antonicek in Chloe, Beihefte zu Daphnis 9 (1990)
- St. Saunders in StMw 45 (1996)
- E. Th. Hilscher, Mit Leier und Schwert 2000
- MGG 4 (1955)
- NGroveDO 2 (1992)
Abbildungen
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Ferdinand III., Kaiser“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020884 (abgerufen am )
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