C. war gelernter Modelltischler, diente ab 1933 im Österreichischen Bundesheer, später in der Deutschen Wehrmacht als Funker, nahm nebenbei Schauspielunterricht und debütierte am Wiener Stadttheater. Nach dem Krieg trat er im Kabarett Simpl auf. Seit 1946 moderierte er die sonntägliche Radiosendung Was gibt es Neues?, ab den 1960er Jahren im Fernsehen Guten Abend am Samstag. C. spielte an mehreren Theatern in Wien, wirkte in Filmen mit und besang zahlreiche Schallplatten mit Wienerliedern. Einige der von ihm interpretierten Wienerlieder und Schlager hatte C. selbst getextet. Seine musikalischen Partner waren u. a. sein Freund H. Sandauer, den C. während des Zweiten Weltkrieges als Funker ausgebildet hatte, K. Grell und v. a. G. Zelibor.
Gedenkstätten
- ehrenhalber gewidmetes Grab am Friedhof Hietzing (Wien XIII, s. Abb.)
Werke
Wienerlieder (Altes Schloß von Schönbrunn [M+T: H. C.], Wien wartet auf dich [M: G. Zelibor], I bin froh, daß i aus Wean bin [M: R. Czapek], gem. m. E. Track Der alte Sedlatschek); Schlager und Chansons (Ehrlich währt am längsten [M: H. Seiter]; Als meine Tochter Klavierspielen lernte; Diese große Stadt; Frag' nicht immer warum; Du sollst immer nur lachen, nur lächeln mein Kind; Schau doch auf die Uhr [M jeweils: G. Zelibor]).
Schriften
Literatur
- M. Schenz, H. C. 1987
- Czeike 1 (1992)
- Hauenstein 1976 u. 1979
- http://www.kabarettarchiv.at/bio/conrads.htm (3/2008)
Abbildungen
Autor:innen
- Reinhold Westphal
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
25.7.2017Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Reinhold Westphal, Art. „Conrads, Heinz“ (25.7.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb19 (abgerufen am )
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