Buchwieser (verh. Lacsny von Folkusfálva), Katharina (Catinka, Kathinka, Cathinka)

* 24.5.1789 Koblenz/D, † 9.7.1828 Wien

Sängerin (Sopran) und Schauspielerin

Die Tochter des Kapellmeisters Balthasar Buchwieser (* ca. 1765, † nach 1815; ab 1805 3. Kpm. am Theater an der Wien) soll bereits in ganz jungen Jahren am Theater in Frankfurt a. M./D im Unterbrochenen Opferfest von P. v. Winter debütiert haben, nachweisbar in der Saison 1803/04. Ihr Wiener Debüt gab sie 1806 am Theater an der Wien in W. A. Mozarts Titus, noch im selben Jahr sang sie erstmals am Wiener Kärntnertortheater (im Singspiel Helene von G. F. Treitschke und Étienne-Nicolas Méhul). 1807/08 trat sie ausschließlich am Theater an der Wien auf, 1809–15 war sie auch am Kärntnertortheater engagiert. Sie trat v. a. als 1. Liebhaberin und in Anstandsrollen auf, 1814 sang L. bei der Wiener EA von G. Meyerbeers Die beiden Kalifen die Partie der Irene; im selben Jahr auch als Auftritte als Schauspielerin. Sie musste ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden und heiratete am 7.2.1821 in zweiter Ehe Miklós (Niklas, Nikolaus) L., einen Fürstlich Pálffyschen Güterverwalter. Fr. Schubert, der L. vermutlich über J. M. Vogl kennen gelernt hatte und in ihrem Salon u. a. mit J. N. Hummel und F. Hiller zusammentraf, widmete der begabten Sängerin und Schauspielerin (die v. a. in Opern von W. A. Mozart brillierte), die Lieder op. 36 (Der zürnenden Diva D 707 und Nachtstück D 672) sowie das Divertissement à l’hongroise D 818 (op. 54).

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

13.1.2014

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Buchwieser (verh. Lacsny von Folkusfálva), Katharina (Catinka, Kathinka, Cathinka)“ (13.1.2014), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002f7bd4 (abgerufen am )

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