U. a. Schüler von J. N. Hummel in Weimar. 1827 besuchte er mit Hummel Wien, wo er L. v. Beethoven, Fr. Schubert und F. Grillparzer kennen lernte und als Klaviervirtuose und Komponist Erfolg hatte. 1828–35 in Paris. Weitere Stationen seines Wirkens waren Frankfurt a. M., Mailand, Leipzig (befreundet mit Felix Mendelssohn Bartholdy), Rom, Dresden, Düsseldorf, Köln (1850–84 städtischer Kapellmeister), Paris. Mit seinen Feuilletons in der Kölnischen Zeitung nahm er als Gegner der Neudeutschen Schule eine wichtige Rolle im deutschen Musikleben ein. Erfolgreich waren seine musikgeschichtlichen Vorträge mit Beispielen am Klavier, die er auch in Wien hielt. Zu seinen Schülern zählen Max Bruch und Friedrich Gernsheim.
Ehrungen
- Mitglied der Berliner Akademie 1849
- Ehrendoktorat Bonn 1868
- württembergischer Orden der Krone 1875
Werke
6 Opern, 2 Oratorien, Kantaten, Orchester-, Kammermusik- und Klavierwerke.
Schriften
- u. a. Ludwig van Beethoven. Gelegentliche Aufsätze 1871
- Übungen zum Studium der Harmonie und des Kontrapunkts 1850, 16 1897
Literatur
- MGG 6 (1957)
- NGroveD 7 (2001)
- Riemann 1959 u. 1972
- E. Wolf in NZfM 78 (1911)
- H. Hering, Die Klavierwerke F. v. H.s 1928
- R. Sietz (Hg.), Aus F. H.s Briefwechsel 1958–70
- R. u. M. Sitz, Der Nachlass F. H.s 1970
- A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart 1893
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
10.9.2012Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Hiller, Ferdinand von“ (10.9.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002ac28 (abgerufen am )
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