War Sopranist an der Stadtpfarrkirche Steyr, wo er Musik- und Gesangunterricht erhielt. Ab 1781 besuchte er das Stiftsgymnasium in Kremsmünster. 1785 ging er mit F. X. Süßmayr nach Wien, wo er ein Jus-Studium begann und Volontär beim Magistrat wurde. Der Kastrat Girolamo Crescentini erteilte ihm Gesangunterricht. V. wurde 1794 durch Vermittlung von Süßmayr Hofopernsänger am Kärntnertortheater. 1814 sang er den Pizarro in L. v. Beethovens Fidelio (3. Fassung). 1817 lernte er Fr. Schubert kennen, für dessen Lieder er sich nach seiner Pensionierung 1821 u. a. in Schubertiaden einsetzte, mit dem er Reisen unternahm und den er auch sonst förderte. Die von ihm angebrachten Verzierungen in den Liedern, z. T. von Schubert autorisiert, folgten der damaligen Aufführungspraxis.
Ehrungen
- Ehrenmitglied der GdM in Wien u. des Linzer Musikvereins
Werke
Messen, Offertorium; Arien u. Lieder.
Literatur
- A. Liess, J. M. V. 1954
- MGG 13 (1966)
- NGroveD 26 (2001)
- Wurzbach 51 (1885)
- K-R 1997
- SchubertL 1997
- Deutsch, Schubert Dokumente 1980
- E. Hilmar/W. Bodendorff (Hg.), Franz Schubert. Dokumente 1801–1830 , 2003
- W. Dürr in 19 th Century Music 3 (1979/80)
- Kellner 1956
- Czeike 5 (1997)
- MGÖ 2 (1995)
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Vogl, Johann Michael“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e5ad (abgerufen am )
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