Sängerknabe an der Wiener Hofoper, besuchte die Sing- und Geigenschule bei den Michaelern, 1849 Chorist in Laibach, 1850–52 jugendlicher Held und Liebhaber in Graz und an verschiedenen Provinztheatern, dann Schauspieler im komischen Fach u. a. am Theater an der Wien (ab 1863) und am Wiener Carltheater (ab 1869). B. glänzte in den komischen Rollen der Operetten von J. Offenbach (Menelaus in der Schönen Helena, Jupiter im Orpheus, Prinz Paul in der Großherzogin von Gerolstein), aber auch im Walzertraum und Rastelbinder sowie in J. N. Nestroys Tannhäuser-Parodie. 1885–89 Direktor des Theaters in der Josefstadt, dann am Carltheater, am Theater an der Wien und am Kolosseum.
Gedenkstätten
- Blaselgasse (Wien XVIII)
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)
Literatur
- Czeike 1 (1992)
- ÖBL 1 (1957)
- ÖL 1995
- StMl 1962–66
- Eisenberg 1893
- K-R 1997
- P. Müller, K. B., Diss. Wien 1948
- Teilnachlass: WStLB
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
23.1.2023Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Blasel, Carl“ (23.1.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f8b6 (abgerufen am )
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