Blaschke, Johann Friedrich Julius

* 21.3.1866 Kostenblut/Schlesien (Kostomłoty/PL), † 23.1.1922 Glogau/Schlesien (Głogów/PL)

Historiker, Pädagoge, Organist, Komponist

Sohn eines Striegauer (Strzegom/PL) Stellenbesitzers und Fabrikanten. Besuchte 1880–86 das Königlich-katholische Schullehrer-Seminar zu Breslau (Wrocław/PL) und erhielt parallel dazu seine musikalische Ausbildung bei Bernhard Kothe (1821–97), Moritz Brosig (1815–87) und Julius Schäffer (1823–1902) am Institut für Kirchenmusik an der Univ. Breslau. Seine erste Lehrstelle trat er in Seitendorf (Poniatów/PL) an und wechselte anschließend nach Strenze (Trzcinica/PL). 1888 legte er das 2. Lehrerexamen ab. Ab 1.1.1890 bis zu seinem Tod unterrichtete er an der Volksschule in Glogau und war als Organist an der dortigen Stadtpfarrkirche St. Nikolaus angestellt. Nebenbei war er als Komponist und Musikschriftsteller tätig und widmete sich der Geschichtsforschung. Am 16.5.1900 heiratete er die Tochter eines Hausbesitzers Anna Regina Katharina, geb. Henke (* 25.11.1879 Schrimm/Schlesien [Śrem/PL], † nach 1922 [Ort?]) in Fraustadt (Wschowa/PL); aus der gemeinsamen Ehe gingen fünf Kinder hervor. 1900–09 gab er außerdem Zeichenunterricht am humanistischen Gymnasium in Glogau. In seinen musikgeschichtlichen Aufsätzen schrieb er u. a. über die Beziehung bekannter Komponisten wie C. M. v. Weber, F. Chopin, J. Haydn und F. Liszt zu Schlesien. Nicht zu verwechseln mit J. Blaschke.

Gedenkstätten

  • Blaschkestraße (Glogau; heute Polska-Straße)
  • Gedenktafel auf dem Friedhof in der Legnicka-Straße in Glogau (Enthüllung am 23.1.2022)

Werke

Orgelwerke; Lieder (u. a. Das Glöcklein im Thale 1896, Die Barmherzige Schwester 1903); Männerchöre; Messen; Märsche f. gr. Orch.; Salonstücke f. Kl.

Schriften

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Karoline Hochstöger

Letzte inhaltliche Änderung

23.8.2022

Empfohlene Zitierweise

Karoline Hochstöger, Art. „Blaschke, Johann Friedrich Julius“ (23.8.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003da486 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.